Ein Hauch von Südsee mitten im Dschungel – Laguna Lachua

/// Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala /// Eine riesige kreisrunde Cenote versteckt inmitten des Dschungels, eine heilige Stätte der Maya, erreichbar nur zu Fuß – die Laguna Lachua.

An unserem letzten Tag wollten wir zur Laguna Lachua. Die Lagune ist eine Cenote mit einer Oberfläche von 4 Quadratkilometern und einer Tiefe von 222m. Sie liegt inmitten des gleichnamigen Nationalparks, umgeben von tropischen Regenwald. Das Wasser soll warm sein und kristallklar. Wir freuten uns schon auf das Bad. Doch vorher mussten wir erstmal etwas umständlich dorthin kommen. Auch hier gilt wieder die Regel, besser früh losfahren, damit man am Nachmittag den letzten Collectivo zurück bekommt.

Also früher Start und mit dem erstbesten Collectivo in Richtung Coban bis zur Gasolina El Gran Jefe. Das klappte schon mal gut. Aber dann warteten wir mehr als eine halbe Stunde auf den nächsten Minibus nach Playa Grande. Es war genügend Zeit, sich nach den Buspreisen zu erkundigen. Endlich kam ein Van in unsere Richtung. Er war noch nicht vollbesetzt und das bedeutete die nächste halbe Stunde Wartezeit in der Hoffnung auf weitere Fahrgäste. Aber dann ging es los. Die Strecke war bergig, unübersichtlich und kurvenreich. Der Fahrer fuhr als ob er einen neuen Streckenrekord aufstellen wollte, ohne jedes Risikobewusstsein. Eine junge Frau, die mit ihrem Mann vorn neben dem Fahrer saß, übergab sich aus dem Fenster. Wortlos, ohne das Tempo zu verringern, reichte der Fahrer dem Mann eine schwarze Supermarkttüte. Wir waren froh, als die Straße schlechter wurde und somit das Tempo limitierte. Als wir am Eingang zum Nationalpark hielten, stieg der Fahrer mit uns aus. Der Grund lag auf der Hand- er verlangte fast das Doppelte des normalen Fahrpreises. Unsere Diskussion darüber würgte er ab. Unser Preis wäre ein Piratenpreis und er sei in der Busfahrergesellschaft. Und er wüsste die richtigen Preise. Keine Chance für uns. Wir zahlten widerwillig seinen überhöhten Touristen-Preis. Nach Entrichten des Eintrittsgeldes konnten wir dann endlich den Tag genießen.

unser Ziel an der dirty road nach Playa Grande, Laguna Lachua, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala

unser Ziel an der dirty road nach Playa Grande, Laguna Lachua, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala

Die einstündige Wanderung zur Lagune und ihrer Badestelle durch den Dschungel auf dem schattigen Weg war echt schön.

rechts und links des Pfads undurchdringlicher Urwald, Laguna Lachua, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala

rechts und links des Pfads undurchdringlicher Urwald, Laguna Lachua, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala

Am Campground mit der Badestelle angekommen, konnten wir die Laguna in voller Schönheit bewundern. Auf dem ganzen Weg waren wir keiner Menschenseele begegnet und auch hier an der Laguna waren wir ganz allein. Das Wasser war kristallklar und bestimmt 30 Grad warm. Die Fische ließen sich durch uns nicht stören. Wenn man ganz still stand, dann kamen sie und knabberten an unseren Füßen. Es herrschte eine unendlich friedliche Stimmung. Wir saßen auf dem Steg und sahen abwechselnd den Schmetterlingen und den vielen Fischen zu.

Südsee-Feeling, Laguna Lachua, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala

Südsee-Feeling, Laguna Lachua, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala

Da der letzte Van vielleicht um 16 Uhr oder aber vielleicht auch schon um 14 Uhr fahren könnte, beschlossen wir, rechtzeitig wieder am Parkeingang zu sein. Der Collectivo kam dann nach 15 Uhr. Die Rückfahrt war gemäßigter, da diesmal der Minibus echt schrottreif war und einfach nicht schneller fahren konnte. Der Preis bis zum Abzweig aber war der Gleiche – sieben Dollar. Auf die Frage, ob das der Touristenpreis sei, drehte sich der junge Adjutant des Fahrers verlegen weg.

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